Am Tag vor der Sitzung des PlUm 08.09.2026:
Wir wollten die Interessierten an die Sitzung erinnern, mit dem Hinweis auf die Tagesordnung. Prompt kommt die Rückmeldung, dass zwei Tagesordnungspunkte heruntergenommen wurden. Flux in die TO geschaut. Nein, da steht nichts. Also rasch zum Telefon gegriffen und nachgefragt. Praktischerweise bei der SPD-Fraktion, die den Ausschussvorsitzenden stellt. Der muss es ja wissen. Die Antwort war: „Bei uns ist nichts bekannt, aber ich kläre das auf der Fraktionssitzung und melde mich heute Abend“. Am Abend die identische Aussage. Inzwischen kommt die Information von zweiter Seite.
Soweit die Theorie und der interessierte Bürger kommt ins Grübeln.
Am Tag der Sitzung:
Kurzerhand bei der Verwaltung nachgefragt und siehe da, hier kommt die Bestätigung, dass die Verwaltung gerne die beiden Tagesordnungspunkte von der TO nehmen möchte. Nun kommt auch die Mitteilung aus der SPD-Fraktion, dass am Morgen der Ausschussvorsitzende auf eigene Nachfrage, nachdem er bereits aus der Bevölkerung darauf angesprochen wurde, die Information erhalten hat.
Bereits an dieser Stelle kann man nur den Kopf schütteln, dass Bürger eher und besser informiert sind als der Ausschussvorsitzende.
Abends dann die Sitzung:
Hier stellt der Ausschussvorsitzende genau den vorgenannten Sachverhalt dar. Der Zuschauer nimmt es zur Kenntnis und wankt nun zwischen den beiden Möglichkeiten, dumm gelaufen, einfach die Weitergabe der Information verpasst, oder es wurde absichtlich so spät informiert. Aber kein Problem, just in diesem Moment wäre genau der richtige Zeitpunkt gekommen, um dieses „Missverständnis“ aufzuklären. Ihr ahnt es schon, keine Reaktion, stoische Ruhe auf diese Hinweise. Nun kann der interessierte Zuschauer sich seinen eigenen Reim darauf machen, zu welcher Möglichkeit man tendiert.
Ich persönlich frage mich, was hier verkehrt läuft.
Vor einer Woche war ein NDR-Team für ein Statement im Rathaus:
Anwesend waren drei Personen. Meinem Empfinden nach war da entweder eine Person zu viel oder zwei Personen zu wenig. Bürgervorsteherin und 1. Stellv. Bürgermeister – nachvollziehbar. Aber wenn dann eine zusätzliche Fraktion, die FWG, mit am Tisch sitzt, hätte man auch die beiden anderen Fraktionen erwartet, also FDP und SPD.
Und nun diese „interessante“ Informationspolitik im Zuge der PlUm Sitzung.
Wenn man den Glauben hat, dass Bürger dieses Verhalten nicht bemerken, muss man schon sehr naiv unterwegs sein. Wenn das eine gewollte Informationspolitik ist und es jemandem egal ist, dass Bürger dies auch so zur Kenntnis nehmen, finde ich den Umgang mit dem „politischen Gegner“ fragwürdig und der Institution Gemeinderat nicht würdig.
Die Gemeinde Ahrensbök hat vor kurzem einen schönen Post auf Facebook veröffentlicht:
DEMOKRATIE LEBT VOM MITMACHEN: Beteiligung ist wichtig, Kritik ist ausdrücklich erwünscht und unterschiedliche Meinungen gehören dazu. Vielleicht könnte man das noch um den Respekt voreinander ergänzen.
ABER LIEBE LEUTE, DIES ALLES IST KEINE EINBAHNSTRASSE!