Zu „Wo bald Windräder stehen können“ LN vom 9. Juli 2026 – Norddeutschland
Ostholstein verliert sein malerisches Bild
Mit den neuen Regionalplänen wird unser Lebensraum mit noch mehr Windrädern verunstaltet. Das trifft besonders den Kreis Ostholstein. Schon jetzt gibt es hier eine hohe Dichte an Windrädern und Solaranlagen. Die Region verliert zunehmend ihre bezaubernde, malerische Landschaft mit der Kreis für sich und den Tourismus wirbt.
Die Aktivitäten von Grundeigentümern und Kommunen, immer mehr sogenannte Wind- und Solarparks zu schaffen, zerstören nicht nur unser Landschaftsbild. Sie nehmen auch massiven Einfluss auf das Angebot und die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen.
Das System ist perfide und wurde von den „Grünen“ und ihren Koalitionspartnern auf Bundes- und Länderebene geschickt installiert. Landwirte erhalten für die “Parks“ das Vielfache von dem, was sie als landwirtschaftliche Pacht bekämen, und die Kommunen werden mit hohen Gewerbesteuereinnahmen gelockt. Beides aus Steuermitteln hoch subventioniert und von den Stromkunden teuer bezahlt. Ob die versprochene Gewerbesteuer dann auch fließt, hängt von den Steuermodellen der „Park“-Betreiber ab und rettet die defizitären Haushalte der Kommunen nicht.
Am Ende ist unsere Landschaft überzogen mit Industrieanlagen, von denen nur wenige Landeigentümer profitieren, die aber zu Lasten unserer Natur und Umwelt sowie der Menschen gehen, die hier wohnen oder Urlaub machen.
Auch die Auswirkungen der Windräder und Solaranlagen auf unser Mikro-Klima und durch den Abrieb von Mikroplastik sind längst nicht ausreichend erforscht. Die weltweit menschengemachten und die natürlich bedingten Klimaveränderungen werden mit diesen gravierenden Eingriffen in unseren Lebensraum jedenfalls nicht nachhaltig verhindert. Dafür ist Deutschland zu klein und Ostholstein erst recht.
Weitere Windräder und Solaranlagen gehören nicht in unsere Landschaft und auf unsere Ackerböden. Wenn schon, dann in Industriegebiete und auf Dächer, wo sie zumindest optisch keinen Schaden anrichten.
Karsten Marzian, Klein Wessek
Veröffentlicht in den Lübecker Nachrichten am 2./3. August 2026, S. 24
