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Unsere Argumente

Vorweg - wir sind nicht gegen Erneuerbare Energien oder die Energiewende - aber bitte alles in Maßen!

Eines der Hauptargumente für die ganzen PV-Anlagen - und nun Batteriespeicher - ist, dass einzelne Interessen gegenüber dem Wohlergehen der gesamten Gemeinde abgewogen werden müssen - sprich, es geht um das liebe Geld. Immer wieder hören wir das Argument, dass wenn die Projekte nicht umgesetzt werden, es mit dem Haushalt und den notwendigen Investitionen der Gemeinde, schlecht aussieht.

An dieser Stelle muss man unserem Bürgermeister zustimmen, der die Bürger im Rahmen des bundesweiten Aktionstags "Kommunen am Limit" dazu aufgerufen hat, ihre Landtags-/ und Bundestagsabgeordneten anzusprechen. Völlig richtig, "Wer die Musik bestellt - muss sie auch bezahlen". Das ist der richtige Weg! Der falsche Weg ist zu versuchen den Gemeindehaushalt auf dem Rücken der Bürger und unserer Natur zu "sanieren". Wer Aufgaben an die Kommunen überträgt, der muss für die Finanzierung sorgen. Wir leben in einer wundervollen Natur und ertragreichen Kulturlandschaft. Wir haben die Verantwortung dafür, diese den nachfolgenden Generationen zu erhalten.

Bei den PV-Projekten werden Summen genannt, angefangen von den 0,2 Umlage Cent/kWh, die die Gemeinde erhalten kann. Weiter werden die Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinden genannt - z.B. beim Schwochler Batteriespeicher wird von 1 Mio. € Gewerbesteuer/Jahr gesprochen (".. deutlich > 1 Mio.€/Jahr..").
Hier stellen sich folgende Fragen:

  • Was sind das für Zahlen bzw. Summen?
  • Kommen die vom Projektierer?
  • Sind die eingehend geprüft und realistisch?
  • Ab wann fließt denn der "Geldregen" in die Gemeindekasse?
    Bei der Gewerbesteuer gibt es die Aufteilung nach Unternehmenssitz (10%) und Anlagenstandort (90%).

In einem Telefonat mit einem Projektierer wurde von diesem auf die Frage, ab wann er denn damit rechnet, Gewerbesteuer an die Gemeinde zu zahlen, geantwortet hat: "Sofort, wenn der Batteriespeicher in Betrieb geht". Mir persönlich fehlt hier die Fantasie, wenn ich das Investitionsvolumen von 70-90 Mio. € für den Batteriespeicher und ca. 40 Mio. € für den Solarpark sehe. Nach Abschreibung und Aufteilung der Gewerbesteuer sollen hier direkt 1 Mio. € ab dem 1. Jahr der Gemeinde zugute kommen? Wenn dem so wäre, dann müssten trotz Abschreibung und Aufteilung ca. 8 Mio. € Gewinn mit dem Batteriespeicher ab Betriebsstart erzielt werden.

Unser Bürgerbegehren mit der Abstimmungsfrage:

Sind Sie dafür, dass die Aufstellungsbeschlüsse für die Errichtung des Stand Alone Batteriespeichers in der Gemarkung Schwochel, südl. der Ortschaft Schwochel, westl. der Straße "Lübker Weg" und nordwestl. der Ortschaft Böbs vom 19.05.2026 aufgehoben wird?

Fakten und Argumente für unser Bürgerbegehren:

  • PV Gesamtfläche Ahrensbök:
    670 ha
    7% der Gemeindefläche, 5% mit Paneele überbaut
    (Bund empfiehlt 0,5% Freiflächenanlagen!)
  • Gesamtfläche Schwochel:
    86 ha eingezäunte Fläche
    56 ha Paneele
    0,5 ha Umspannwerk
    1,2 ha Speicherfläche
  • Gesamtfläche Dunkelsdorf:
    200 ha eingezäunt
    fast 30% der von der Gemeinde veranschlagten Fläche
  • Gerechte Verteilung der Flächen und der dazugehörigen Speicheranlagen
  • Bewusstsein für den ganzheitlichen Umfang der PV-Maßnahmen in der Gemeinde
  • Beachtung der Auswirkungen auf unsere Kulturlandschaft
  • Verstand und Geist für den Umgang mit unserer Natur und dem Lebensraum unserer Wildtiere
  • Größter Batteriespeicher in Norddeutschland mit geplanten 144 Containern
  • Schwochler Batteriespeicher wird Knotenpunkt für mindestens 8 Solarparks (Barghorst, Barkau, Holstendorf, Obersteenrade, Schulendorf, Sarkwitz, Schwienkuhlen und Schwochel) und ggf. noch mehr lt. Julian Brede soll noch Windkraft angeschlossen werden.
  • Lärm
    • Dauerlärm am Tag direkt am Speicher: bis zu 90 dB
    • Dauerlärm am Tag an der Wildquerung: bis zu 75 dB
    • Dauerlärm am Tag für Schwochel / Vorwerk Neuhof: bis zu 50 dB
    • Dauerlärm nachts direkt am Speicher: bis zu 65 dB
    • Dauerlärm nachts an der Wildquerung: bis zu 60 dB
    • Dauerlärm nachts für Schwochel / Vorwerk Neuhof: bis zu 35 dB
    • Das sind max. Werte, die auch für Industrie-/ Innenstadt-/ und Autobahngebiete gelten!
    • Dauerlärm verursacht Schlaf-/Konzentrations- und Lernstörungen, vor allem bei Kindern
    • Stand jetzt: Umgebungslärmfrei!
    • 35 dB sind lauter als ein moderner Kühlschrank und das die ganze Nacht in Schwochel und Vorwerk Neuhof
    • Keine Erläuterungen zu Wind- und Topografiegefällen der Umgebung
    • Naherholungsgebiet der Bürger/-innen für Spaziergänge und Radfahren
    • Bewohner/-innen sind diejenigen der "Ruhesuchenden", nehmen fehlende öffentliche Verkehrsmittel, Einkaufsgelegenheiten, Schulen, KiTas und mangelhaftes Handynetz in Kauf, um naturnah und ruhig zu wohnen und zu leben
  • Tourismus wird beeinträchtigt, siehe Jakobsweg, Weitblick vom "Lübker Weg" von Neustadt bis Travemünde
  • Gutes Ackerland 60-70 Bodenpunkte geht verloren
  • Pro Hektar Ackerland Verlust von mehr als 7000kg Getreide pro Jahr
  • Durch Flächenverlust weniger regionale Lebensmittel
  • Verbrauch von unwiederbringlichem Grundwasser! Durch moderates Klima können wir noch Ackerbau ohne Bewässerung betreiben, im Osten und Süden müssen Felder bereits häufig bewässert werden
  • Ackerland wird in großen Teilen zu versiegelter/überbauter Fläche umgewandelt
  • Zerstörung des Landschaftsbildes unserer Heimat
  • Vorbelastung:
    • Biogasanlage Böbs mit entsprechendem Anbau auf Ackerflächen
    • hohe Konzentration von Windparks
  • Gebiet der sehr streng geschützten Feldlerche - Ausgleichsfläche ca. 15km entfernt
  • Seeadlerschutzgebiet
  • Wildrouten von Damwild und Schwarzwild werden erheblich beschränkt und gestört
  • Wenn Damwildrouten nicht mehr genutzt werden, kann es langfristig zu Genarmut und Inzucht kommen. Kommt bereits beim Rotwild in Schleswig-Holstein vor
  • Jagdliche Ausübung wird erschwert durch erhöhte Wildunfallgefahr durch die Korridorleitung des Wildes auf Straßen, vor allem L184, Hauptverkehrsstraße noch Lübeck
  • Es entsteht viel nicht bejagbare Fläche in den Revieren, so dass die Jagdpacht unverhältnismäßig aufwendig und teuer wird
  • Jagdreviere werden zerstückelt
  • Eigenjagden leiden unter hohem Wertverlust
  • Wildschäden der angrenzenden Acker- und Forstflächen wird sich erhöhen, so dass auch hier die Jagdpacht erschwert wird und ggf. nicht mehr leistbar wird

Die Liste ist noch nicht abschließend und wird noch bearbeitet..